{"id":3679,"date":"2026-09-17T10:34:38","date_gmt":"2026-09-17T08:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/retail-estate.com\/?p=3679"},"modified":"2026-09-18T22:17:54","modified_gmt":"2026-09-18T20:17:54","slug":"einzelhandelsobjekekte-sind-das-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/retail-estate.com\/en\/einzelhandelsobjekekte-sind-das-ende\/","title":{"rendered":"Zinsen steigen, sinken jetzt die Preise?"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>F\u00fcr alle, die keine Glaskugel zwecks Ansicht der Zukunft haben, zun\u00e4chst die globale Sicht. In den letzten 3 Monaten stiegen die Preise in der Eurozone 50 Basispunkte auf 3,3%. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat daraufhin den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Frage: Wird das die Preisdynamik brechen, oder bremst sie wie\u00a0 \u00fcbrigens 2011 in ung\u00fcnstigem Umfeld?\u00a0Denn die aktuelle Kerninflation verblieb das zweite Mal in Folge bei 2,4% und zeigt keine breite inflation\u00e4re Tendenz.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Ausl\u00f6ser des Preisanstiegs liegt ja gar nicht an der \u00fcberaktiven Binnenkonjunktur, sondern im Nahen Osten. Trumps Krieg hat das globale \u00d6langebot ma\u00dfgeblich mit unmittelbaren Folgen f\u00fcr die Energiepreise gest\u00f6rt und mit Verz\u00f6gerung nahezu alle vor- und nachgelagerten Preise in der Wirtschaft. Es ist also ein klassischer Angebotsschock:\u00a0Die Preise steigen nicht, weil zu viel konsumiert wird, sondern weil zu wenig produziert und transportiert werden\u00a0kann.\u00a0\u00a0<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EZB ist in einer schwierigen Lage, denn \u00fcber den Leitzins l\u00e4sst sich vor allem die Nachfrage steuern, nicht aber das Angebot an \u00d6l auf dem Weltmarkt. Auf Tanker oder jetzt Pipelines hat die EZB keinen Einfluss. Ihre Ma\u00dfnahme beschr\u00e4nkt lediglich die Wirtschaft, die h\u00f6heren Preise zu tragen; diese kann jedoch\u00a0 kaum dauerhaft die h\u00f6heren Preise\u00a0 verkraften.\u00a0Kurzfristig muss die Wirtschaft leiden: H\u00f6here Energiekosten treffen auf einen gestiegenen Leitzins, Unternehmen (und auch die Immobilienwirtschaft) sehen sich teurerer Finanzierung und teureren Vorprodukten\/Gestehungskosten gegen\u00fcber, Konsumenten b\u00fc\u00dfen Kaufkraft ein. Damit ist auf breiter Front eine sp\u00fcrbare Abk\u00fchlung zu erwarten \u2013 und zwar zeitnah. Wir stellen t\u00e4glich fest, dass viele sich zum Abwarten veranlasst sehen, also im gewissen Umfang Stagnation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Diese Abk\u00fchlung ist zwar auch der Schl\u00fcssel zur mittelfristigen Entspannung. Ged\u00e4mpfte Nachfrage, begrenztes Geldmengenwachstum und eine, sofern sich die geopolitische Lage nicht weiter zuspitzt, zu erwartende Normalisierung des \u00d6lpreises d\u00fcrften den aktuellen Inflationsschub schrittweise auslaufen lassen. Die EZB kann ja den \u00d6lpreis nicht senken. Da wir ihn uns ihn nicht dauerhaft leisten k\u00f6nnen, wird dies schlie\u00dflich die Inflation und damit die Zinsen wieder sinken lassen. Wer allerdings darauf wartet und wartet, k\u00f6nnte den Zeitpunkt f\u00fcr den interessantesten Ankauf verpassen, weil dann wahrscheinlich das Angebot auf sehr gro\u00dfe Nachfrage trifft (Schweinezyklus genannt).&nbsp; Das sagt mir meine Glaskugel und die lag in den letzten 36 Jahren oft richtig.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr alle, die keine Glaskugel zwecks Ansicht der Zukunft haben, zun\u00e4chst die globale Sicht. In den letzten 3 Monaten stiegen die Preise in der Eurozone 50 Basispunkte auf 3,3%. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat daraufhin den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. 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